In Finnland stehen die Zeichen auf Streik: Achtung Flugannullierungen!

Finnland kann sich im Januar warm anziehen. Dem skandinavischen Land steht eine der größten Streikwellen ins Haus.

Dmitry Naumov / Adobe Stock
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    Finnland kann sich im Januar warm anziehen. Dem skandinavischen Land steht eine der größten Streikwellen ins Haus.
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    Ein Land wird lahmgelegt

    Mitte Januar soll nach dem Willen der finnischen Gewerkschaften bei mehr als 50.000 Industriearbeitern die Arbeit ruhen. Das ruft unheilvolle Erinnerungen wach, denn der letzte Regierungschef ist 2019 über einen Streik gestürzt. Die Arbeiter der Papierfabriken gehen schon ab 1.1.22 in den Ausstand. Vorab haben die Hafenarbeiter einen Solidaritätsstreik für sie organisiert. Und auch auf den Flughäfen sollen für bessere Arbeitsbedingungen alle Räder stillstehen.

    Die streitbaren Finnen

    Die Finnen sind als streitbare Arbeitnehmer bekannt. Mehr als drei Viertel von ihnen haben sich in einer Gewerkschaft organisiert. Es kann also wieder heiß hergehen. Für den Flugverkehr ist der Zeitabschnitt vom 3. bis 17.1.2022 akut. Für diese zwei Wochen plant Finnlands zweitgrößte Gewerkschaft PRO einen Arbeitsausstand in der Flug- und Frachtindustrie. Aufgerufen zu diesem Streik sind sowohl Flug- wie Bodenpersonal. Das betrifft auch Wartungstechniker, Logistik-Mitarbeiter sowie alle Beschäftigten des Flughafenbetreibers Swissport, der für den Hauptstadtflughafen Helsinki zuständig ist. Kurz gesagt: Die Zeichen stehen auf Flugannullierungen. Pessimisten sagen: Chaos pur.

    Gibt es noch Hoffnung auf Nicht-Streik?

    Kann der Streik noch abgewendet werden? PRO fordert für ihre Mitglieder bessere Arbeitsbedingungen und gleiches Tarifrecht für alle neu hinzugekommenen Mitarbeiter. Bis dato sind alle Annäherungsversuche zwischen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband Palta gescheitert. Es müsste schon ein Wunder plötzlichen Entgegenkommens geschehen, um das Streikruder in letzter Sekunde herumzureißen. Noch sieht es gut aus am Flughafen Helsinki: In den ersten Jahrestagen war es nur zu drei Flugausfällen gekommen. Das kann sich ab dem 4.1.21 für In- und Auslandsflüge schlagartig ändern. Darum ein guter Tipp für alle Finnlandreisenden in der ersten Januarhälfte: Halten Sie guten Kontakt zu Ihrem Reiseveranstalter oder zur Fluggesellschaft.

    Ist der Streik ein 'außergewöhnlicher Umstand'?

    Einen kleinen Trost im Streikchaos gibt es für Flugreisende: Die Europäische Fluggastrechteverordnung stärkt Passagieren den Rücken, wenn Flüge sich stark verspäten oder ganz annulliert werden. Eine Rückerstattung des Ticketpreises und sonstiger flugbedingter Unkosten ist auf jeden Fall drin. Was die Entschädigungszahlung angeht, stellen sich Fluggesellschaften bei Streiks gern auf den Standpunkt, hierbei handele es sich um 'außergewöhnliche Umstände'. Die würden Airlines nämlich von einer Entschädigungszahlung befreien. 2021 hat der Europäische Gerichtshof diese Argumentation nicht anerkannt und einem streikbetroffenen Fluggast die Entschädigung zugesprochen. Allerdings hat der Gerichtshof auch Ausnahmen von dieser Entschädigungspflicht anerkannt. Für Fluggäste lohnt es sich aber auf jeden Fall, ihren Entschädigungsanspruch nach einer streikbedingten Flugannullierung prüfen zu lassen.

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