Wie Fluglinien ihre Passagiere abzocken

Fiese Tricks und versteckte Kosten im Luftverkehr

Damit Sie den Überblick am Flughafen oder in der Luft nicht verlieren, steht Ihnen Compensation2Go mit Rat und Tat zu Seite. by Michael Gaida // pixabay
Inhaltsverzeichnis
    Neben den Zuschlägen auf zusätzliches Gepäck, durch die die Fluglinien bei den Passagieren abkassieren, gibt es weitere versteckte Kosten, die man beim Ticketkauf mit berücksichtigen sollte. Wir gehen den fiesen Tricks der Airlines nach.

    Nebengebühren sind großes Geschäft

    Die sogenannten Ancillary Fees sind gerade für die Billigfluggesellschaft ein großes Geschäft. Spitzenreiter Spirit Airlines aus den USA verdient fast die Hälfte seiner Einnahmen mit den Extragebühren. Davon entfallen aber „nur“ 40-60 % auf die Gebühren beim Gepäck. Die Konditionen zum Gepäck könnten sich bald auch weltweit wandeln. Denn viele Fluggäste verzichten zunehmend gerade bei Billigfliegern auf zusätzliche Extras. Deswegen hat Ryanair sich eine neue Handgepäck-Regelung einfallen lassen: Das Handgepäck darf nur noch bei einem vorher gebuchten Priority-Boarding (Kosten: 5 €) mit in die Kabine genommen werden. Ansonsten muss es vor dem Boarding abgegeben werden.

    Compensation2Go Zusatzgebühren pro Passagier nach Airline
    Rangliste der Airlines mit den meisten Zusatzgebühren Compensation2Go Magazin

    Low-Cost-Airlines: Nur mit Extras ein entspannter Flug

    Auch wenn das Handgepäck nicht nochmal aufgegeben werden muss und es „kostenlos“ im Bauch der Maschine verschwindet bis man es vom Gepäckband wieder aufliest, ist die Intention von Ryanair ganz klar. Entweder man bucht das Extra Priority-Boarding oder man kann auf sein Handgepäck während des Fluges verzichten. Ähnlich geht auch der ungarische Konkurrent Wizz Air vor. Spezielle Konditionen wie das Priority-Boarding, inklusive der separaten Schalter beim Check-In und weniger Handgepäck sollen die Zeit am Boden verkürzen, aber noch viel mehr eine bestimmte Zielgruppe ansprechen: Die Geschäftsreisenden. Die Option, seine Flüge bei entsprechendem Aufpreis flexibel umbuchen zu können, zählt ebenso dazu. Durch die qualitative Trennung innerhalb derselben Klasse werden immer mehr frühere Standards zu neuen Extras.

    Neues Extra inklusive Gebühr: USB-Anschlüsse

    Strom- und USB-Anschlüsse waren in Flugzeugen, sofern vorhanden, bisher kostenlos. Das soll sich nun ändern. Den Anfang machte die Singapore Airlines-Tochter Scoot. Sie verlangt auf ihren Flügen 7,70 € pro scharfgeschalteter USB-Box. Es haben zwar kaum Airlines die USB-Anschlüsse verbaut, aber die Aufrüstung ist nicht aufwendig und lässt sich problemlos nachrüsten. So wirbt Flugzeughersteller Airbus bereits damit, dass die Airlines die Kosten für die Nachrüstung durch die neuen zusätzlichen Einnahmen damit sehr schnell wieder ausgeglichen hätten. Dem Fluggast sollte es dann als Feature mit hohem Mehrwert verkauft werden.

    Auch Lufthansa Technik wirbt für USB-Anschluss

    Als weiteren Pluspunkt führt Airbus auf, dass es absehbar sei, dass die Leute durch die Boxen auch dahin geführt werden, ihre Smartphones und Tablets auf Flügen verstärkt zu nutzen. Bei eingeschaltetem Flugmodus biete Smart Media in Kombination mit dem Anschluss ein ausreichendes Unterhaltungsprogramm. Damit könnte man zukünftig auch auf die schweren Monitore etc. verzichten. Auch die Lufthansa Technik wirbt für die USB-Boxen und setzt auf Airbus Marketing-Taktik noch einen drauf. Sie schlägt vor, Werbung beim Einschalten der Box auf dem Smartphone abspielen zu lassen, die der Fluggast sich ansehen müsse, um den Anschluss nutzen zu können. Das würde weitere Extraeinnahmen für die Fluggesellschaften generieren.

    Passagiere auf der Waage

    Ein weiterer neuer Trend könnte es werden, die Passagiere beim Check-In zu einer Gewichtsangabe zu nötigen. Dadurch könnten die Fluggesellschaften anhand der Daten ganz genau ausrechnen, wie viel Kerosin die Maschine benötigt. Dadurch könnten 0,3-0,5 % des Kerosinverbrauchs eingespart werden. Damit wirbt zumindest die britische Firma Fuel Matrix Limited. Sie hat eine Software entwickelt, die die Passagiere über eine Waage in der Bodenplatte direkt vor der Gepäckaufgabe wiegen soll. In dem Moment, wenn die Fluggäste ihre Gepäckaufgabe bestätigen sollen, erscheint die Frage, ob der Fluggast sich gerade vor dem Bildschirm befindet. Bejaht der Kunde dies, wird die Waage in der Bodenplatte aktiviert.

    Fuel Matrix Limited befindet sich eigenen Angaben zufolge bereits in Gesprächen mit mehreren Fluggesellschaften, die vor allem Langstreckenflüge anbieten. Bei afrikanischen Airline Samoa Air ist das Wiegen für Passagiere schon jetzt Pflicht. Mehr noch: Es beeinflusst sogar den Ticketpreis. Die Finnische Fluggesellschaft Finnair hat zwar seine Fluggäste 2017 auch schon zu einer Gewichtsangabe motiviert. Die war aber freiwillig und diente dazu, dass Finnair überprüfen konnte, ob ihre theoretischen Standardwerte für das Gewicht der Passagiere mit der Realität annähernd übereinstimmen.

    Täuschungsversuche der Fluggesellschaften

    Für den Anspruch auf Entschädigung ist der Grund einer Flugverspätung oder eines Flugausfalls von wesentlicher Bedeutung. Daher ist es als Passagier ebenso wichtig, rechtzeitig über diesen Grund von der Fluglinie informiert zu werden. Es kommt immer wieder vor, dass eine Airline versucht, einen technischen Defekt am Flugzeug als einen Umstand schlechter Wetterbedingungen zu verklären. Derartige Täuschungsversuche werden dann meist erst bei einer Prüfung durch das Gericht offensichtlich.

    Ebenso kommt es immer wieder vor, dass Airlines falsche Auskünfte gegenüber ihren Passagieren zu deren rechtlichen Situation machen. Sie nutzen die Unkenntnis der Fluggäste über ihre Rechte aus, um sich um Entschädigungszahlungen zu drücken. Typische Aussagen sind, dass ein technischer Defekt keinen Anspruch auf Entschädigung herleiten würde, oder dass sie für einen technischen Defekt nicht verantwortlich sind. Dabei gehören technische Defekte zum betrieblichen Risiko eine Airline und stellen dementsprechend keine außergewöhnlichen Umstände dar, die die Airline von ihrer Verantwortung befreien würden.

    Kein Trick, aber oft frustrierend: Der Kundenservice

    Ein schlechter Kundenservice ist zwar kein Trick des Unternehmens in dem Sinne, aber er wirkt sich gleichermaßen auf die Entschädigungsrate für die Fluggäste aus. Gleiches gilt, wenn die Fluggesellschaft gar nicht erst auf Kundenanfragen zu Entschädigung antwortet und versucht, den Anspruch des Fluggastes auf Entschädigung „auszusitzen“. Alternativ versucht mancher Kundenservice auch, die Fluggäste durch den Hinweis auf Prozesskosten und den sehr wahrscheinlich negativen Ausgang des Prozesses für den Fluggast, diesen von seinem Entschädigungsanspruch abzubringen.

    Sollten Sie von Flugausfall oder Flugverspätung betroffen sein, lassen Sie sich nicht von der Fluggesellschaft täuschen, abwimmeln oder einschüchtern. Bestehen Sie auf Ihren Fluggastrechten. Es lohnt sich diese bis zum Ende zu verfolgen, wie mehrere Gerichtsurteile der letzten Jahre zeigen. Wenn Sie dafür weder die Zeit noch die Nerven haben, können Sie in einer Minute in unserem Anspruchsrechner herausfinden, ob für Sie ein Anspruch auf Entschädigung besteht und wie hoch er ist. Sie können anschließend Ihren Anspruch auf Entschädigung an Compensation2Go abtreten und erhalten schnellstmöglich Ihre Entschädigungssumme*.

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