Lufthansa: Tausende Flüge gestrichen - Rückerstattung sichern

In ihrem Winterflugplan für Januar und Februar 2022 streicht die Lufthansa 33.000 Flüge.

Compensation2Go Magazin
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    In ihrem Winterflugplan für Januar und Februar 2022 streicht die Lufthansa 33.000 Flüge.

    Ursachen dafür sind die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante, Covid-19-bedingte Reisebeschränkungen die die Unsicherheit der Passagiere. Bereits zu Weihnachten hatte die Airline zahlreiche Verbindungen nicht bedient, da sich zu viele Piloten krankgemeldet hatten.

    Rund zehn Prozent der bisher geplanten Winterflüge fallen weg

    Die Flugstreichungen im Winterflugplan hatte Lufthansa-Chef Karsten Spohr kurz vor Weihnachten in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung öffentlich bekannt gegeben. Ab Mitte Januar und im Februar hat die Airline einen starken Rückgang der Buchungen zu verzeichnen. Die Covid-19-Pandemie hat die Lufthansa damit ein weiteres Mal hart getroffen, nachdem es noch im Herbst so schien, als ob die Airline dabei war, sich von den wirtschaftlichen Folgen von Corona zu erholen. Sowohl der Privatverkehr als auch Flüge von Geschäftsreisenden hatten seinerzeit wieder deutlich zugenommen. Bedingt durch den Einbruch der Buchungen will die Lufthansa in ihrem Winterflugplan nun 33.000 Flüge streichen, die für rund zehn Prozent ihres bisher geplanten Flugaufkommens stehen. Im Hinblick auf die ungünstige Buchungsentwicklung wirken sich aktuelle Reisebeschränkungen, die neue Covid-19-Variante Omikron sowie die Verunsicherung der Passagiere aus.

    Spohr kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Vergabepraxis von Start- und Landerechten in der EU - der sogenannten Slots. Aufgrund der schwachen Nachfrage im Januar hätte die Lufthansa normalerweise deutlich mehr Flüge gestrichen, ist jedoch durch EU-Recht dazu gezwungen, rund 18.000 unnötige Flüge durchzuführen, um ihre Slots nicht zu verlieren.

    Zu viele erkrankte Piloten - Lufthansa musste Weihnachtsflüge streichen

    Bereits zu Weihnachten 2021 war die Airline dazu gezwungen, etliche Flugverbindungen wegen des zu hohen Krankenstands der Piloten zu streichen. Betroffen waren vor allem Flüge in die USA nach Boston, Houston sowie Washington zwischen dem 23. und 26. Dezember. Die Entscheidung für diese Routen war gefallen, da die Umbuchungen für die Passagiere hier am leichtesten vorgenommen werden konnten. Wegen des Corona-bedingten Pilotenmangels ist außerdem ein Hin- und Rückflug nach Japan ausgefallen.

    Ein Lufthansa-Sprecher gab dazu an, dass die Airline mit einem sehr großen Puffer geplant hatte, der jedoch nicht ausreichte, um die extrem hohe Krankenquote zu kompensieren. Ob sich hier bereits die neue Omikron-Variante auswirkt, ist nicht bekannt, zumal die Piloten ihren Arbeitgeber nicht über die Art der Erkrankung informieren müssen. Noch vor Kurzem war die Lufthansa davon ausgegangen, dass ihre erneuerten Notfallkonzepte und die darin vorgesehenen Reserven ausreichen, um auch künftige Auswirkungen der Pandemie - unter anderem durch Omikron - zuverlässig abzufangen.

    Lufthansa - im Weihnachtsgeschäft harte Konkurrenz von Billigfliegern

    Im vergangenen Weihnachtsgeschäft stand die Lufthansa in harter Konkurrenz zu Billigfliegern. In der Vorweihnachtswoche bauten diese Anbieter ihr Flugvolumen im Vergleich zur ersten Dezemberwoche deutlich aus. Beispielsweise hatte Easyjet laut Angaben der Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol Zuwächse von 41 Prozent und Wizz Air sogar von 75 Prozent zu verzeichnen. Ryanair, SAS und Wizz Air boten außerdem mehr Flüge an als in der Vorweihnachtswoche 2019 - also vor dem Start der Pandemie. Die Lufthansa konnte ihr kurzfristiges Flugaufkommen dagegen nur um ein Prozent steigern.

    Aktuell laufen zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und dem Konzern harte Verhandlungen um die künftige Kostenstruktur der Airline. Die Stammgesellschaft plant, ihre Strukturen zugunsten günstigerer Linien wie Eurowings Discover zu verkleinern. Bei der Lufthansa würden hierdurch zwangsläufig hochbezahlte Arbeitsplätze verlorengehen. Ab dem Sommer 2022 sind aufgrund der wechselseitigen Kündigung von Verträgen auch wieder Streiks zu erwarten. Wie sich die Lufthansa vor diesem Hintergrund und angesichts der Pandemie weiter entwickelt, bleibt somit auch in den nächsten Monaten spannend.

    Passagieren steht eine Rückerstattung der Kosten zu

    Wer sich nicht noch einmal mit dem Rückerstattungsärger auseinandersetzen möchte, kann sich an Verbraucherportale wie Coronaritter.de wenden. Dort können Passagiere ihre Rückerstattung von erfahrenen Anwälten zurückfordern lassen und müssen sich nicht um die Kommunikation mit der jeweiligen Airline kümmern.

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