Erste Nationale Luftfahrtkonferenz – Das sind die Ergebnisse

Wie lassen sich Klimaschutz und Mobilität vereinbaren?

Am Flughafen Leipzig/ Halle traf sich am 21.08.19 das Who-Is-Who der deutschen Luftfahrt um über Fragen der Digitalisierung und des Klimaschutzes zu sprechen. Compensation2Go Magazin
Inhaltsverzeichnis
    Auf der ersten nationalen Luftfahrtkonferenz in Leipzig wurden vom Single European Sky über E-Motorisierung der Flugzeuge bis hin zu neuen synthetischen und regenerativen Kraftstoffen viele Möglichkeiten zur Verbesserung des Klimaschutzes besprochen.

    Bundesregierung stärkt Luftfahrt den Rücken

    Am Mittwoch, dem 21. August 2019, trafen sich im DHL-Hangar des Flughafen Leipzig/ Halle 500 Teilnehmer zur ersten nationalen Luftfahrtkonferenz. Neben dem Wirtschafts- und dem Verkehrsminister und der Bundeskanzlerin waren Vertreter der deutschen Fluggesellschaften, Flughäfen, der Deutschen Luftsicherung und auch der Gewerkschaften mit dabei. Die Bundeskanzlerin stärkte mit ihrer Rede am Nachmittag den deutschen Luftfahrtunternehmen den Rücken. Besonders der Satz: „Wir wollen keine erzwungenen Einschränkungen unserer Mobilität, wir wollen Fortschritt und Effizienz“ sorgte für kräftigen Beifall während ihrer Rede. Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit der Luftfahrtindustrie dafür sorgen, dass Deutschland zum Vorreiter des Klimaschutzes im Luftverkehr wird.

    Die wesentlichen Ergebnisse der Konferenz

    Des Weiteren wolle man technologieoffen an die Herausforderungen herantreten. Jedoch setze die Regierung einen Schwerpunkt bei der Forschung und Entwicklung des Power-to-Liquid-Verfahrens zur Herstellung von synthetischem Kerosin. Das Verfahren funktioniert zwar bisher schon im Labormaßstab, aber es ist noch nicht für die industrielle Produktion bereit. Leider spielen dabei auch die Kosten eine wesentliche Rolle. Bis Ende des Jahres wolle man darüber hinaus eine nationale Wasserstoffstrategie ausarbeiten, versprach die Kanzlerin. Das ist deswegen von Bedeutung, weil Wasserstoff ein wesentliches Element in dem Power-to-Liquid-Verfahren darstellt.

    Andreas Scheuer sprach sich darüber hinaus für eine gezielte Nutzung der Einnahmen der CO2-Steuereinnahmen für Forschung und Markteinführung CO2-neutraler Treibstoffe aus. Er reagiert damit positiv auf ein Anliegen der Fluggesellschaften, die kritisierten, dass die Einnahmen aus ihren Steuern nicht zweckgebunden für Probleme ihrer Branche genutzt würden. Als positives Zeichen für den Strukturwandel der Region Sachsen wurde der Flughafen Leipzig/ Halle als Produktionsstandort für die E-Motor-Flieger D328Neu vorgestellt. Damit wird der Standort Leipzig wesentlichen Anteil an der Elektromobilisierung des Luftverkehrs in Deutschland haben.

    Technische Innovationen brauchen Entwicklungszeit

    Außerdem gab das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bekannt, sieben neue Institute zur Erforschung neuer Technologien und der Dekarbonisierung von Industrieprozessen im Luftverkehr gründen zu wollen. Die Bundesregierung wollte 63,4 Mio. Euro jährlich dafür zur Verfügung stellen. Ob das reicht, wird sich zeigen.

    Sämtliche besprochene Innovation brauchen aber noch Zeit bis zur industriereifen Produktion: Zehn Jahre werden wohl noch ins Land gehen bis synthetische Kraftstoffe im großen Maßstab hergestellt werden können. Bei den E-Motoren schätzt man mindestens 15 Jahre bis Batterien entwickelt wurden, die den Anforderungen entsprechen.

    Single European Sky

    Einzig das Regulierungsprogramm Single European Sky könnte heute schon umgesetzt werden. Dafür ist aber eine europaweite Einigung notwendig, da es im Prinzip die Zusammenlegung aller europäischen Lufträume vorsieht. Genauer gesagt sollen auch Fluglotsen aus Frankreich über den Luftraum über Deutschland im Zweifelsfall entscheiden können. Viele Staaten sehen das aber noch als einen Eingriff in ihre Souveränität. Der Vorteil durch so ein Regulierungsprogramm wäre riesig: Nicht nur würde sich die Flugzeit auf einigen Strecken verkürzen, weil die Flüge keine Umwege um überlastete Lufträume fliegen müsste, sondern würden dadurch auch gleichzeitig weniger Kraftstoff verbraucht und weniger CO2 ausgestoßen werden. Daher wollte die Bundesregierung sich der Sache auch erneut annehmen. Sollte es in dieser Debatte auf Europa-Ebene tatsächlich etwas bewirken, wäre das der größte Schritt seit dem Start der Debatte 2001.

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