LaudaMotion: Sollen technische Defekte vertuscht werden?

Ausfall des Funks und Fume Event auf Flug OE342

Die ehemalige Airline von Niki Lauda steht aktuell unter erhöhter Aufsicht der Austro Control in Österreich. pixabay
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    Am 25. November hatte der LaudaMotion-Flug OE342 mehrere Probleme in der Luft von Wien nach Dublin. Eine Notlandung wurde nicht in Betracht gezogen. Der Rückflug verzögerte sich um Stunden. Was konkret los war:

    Defekte bei brandneuem A320 von LaudaMotion

    Die Ryanair-Tochter LaudaMotion hatte in der Vergangenheit seit der Übernahme durch die irische Billigfluggesellschaft schon mehrere Probleme mit der Technik ihrer Jets. Viele der Probleme waren bereits sicherheitsrelevant und führten in der Folge zu Flugausfall oder mehreren Stunden Verspätung. Am Ende mussten die Flüge meist von der Muttergesellschaft Ryanair durchgeführt werden. LaudaMotion schweigt sich derweil über die neuesten Vorfälle aus. So kam es nach den Informationen der Luftfahrtmagazine Austrian Wings und Aviation Herald auf dem LaudaMotion-Flug OE342 von Wien-Schwechat nach Dublin am 25. November 2019 zu mehreren sicherheitsrelevanten Vorfällen. Zunächst sei der Funk der Piloten zur Flugsicherung ausgefallen. Zwar konnten die Fluglotsen am Boden die Piloten hören, aber nicht umgekehrt. Bis eine störungsfreie Frequenz zur Kommunikation gefunden werden konnte, verging einige Zeit.

    Keine Notlandung von LaudaMotion trotz Verdacht auf Fume Event

    Nachdem dieses Problem behoben wurde, kam es auch noch zu einem sogenannten Fume Event. Damit wird die Entwicklung von Rauch oder starken Gerüchen in der Kabine beschrieben. In manchen Fällen lässt das auf eine Kontaminierung der Kabinenluft mit Öldämpfen aus dem Triebwerk schließen. Eine Passagierin wurde aufgrund des Geruchs in der Kabine, der an Menthol erinnert haben soll, ohnmächtig und musste von einem anwesenden Mediziner versorgt werden. Eine Notlandung hielten die LaudaMotion-Piloten nicht für notwendig. Zumindest ein Krankenwagen wurde für die Landung in Dublin bestellt. Der war auch nötig, da während des Landeanfluges zwei Crew-Mitglieder ebenfalls über Schwindelgefühl und Kopfschmerzen klagten. Sie mussten nach der Landung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Der Rückflug wurde mit einigen Stunden Flugverspätung von Ryanair dann durchgeführt. Über den Verbleib oder eine eventuelle Reparatur der Mängel an dem betroffenen A320-Jet ist nichts bekannt.

    Es ist durchaus möglich, dass LaudaMotion versucht, die Hintergründe für die anschließende Flugverspätung zu verschleiern. Denn die Verzögerung entstand ganz offenbar als Folge eines technischen Defekts und nicht Infolge des Ausfalls zweier Crew-Mitglieder. Somit haben alle Fluggäste für den Flug von Dublin nach Wien-Schwechat am 25. Dezember 2019 einen Anspruch auf Entschädigung.

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