Omikron regiert: Kein Wintermärchen für die Reisebranche

Die neue Omikron-Variante bremst das Comeback der Reisebranche. Ein Blick auf die Lage.

Compensation2Go Magazin
Inhaltsverzeichnis
    Die neue Omikron-Variante bremst das Comeback der Reisebranche. Ein Blick auf die Lage.

    Wenn die Ampel auf Rot steht

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht die Corona-Lage im Europa-Überblick - ein Panorama, das zur Zeit keine Freude bereitet. Tatsächlich steht die Corona-Ampel auf unserem Kontinent nirgendwo mehr auf Grün. Das frustrierte Auge blickt auf ein wenig Orange und jede Menge Rot. Vielleicht gesellt sich demnächst noch eine neue Farbnuance hinzu: Dunkelrot. In solcherart angestrichenen Staaten soll nach Willen von der Leyens zukünftig eine Test- und Quarantänepflicht herrschen. Trübe Aussichten fürs Reisen. Denn schon jetzt gelten alle Länder rings um Deutschland - Luxemburg ausgenommen - als Hochrisikogebiete. Was ist noch möglich, was geht gar nicht mehr?

    USA: Raus aus der Quarantäne, rein in die Quarantäne

    Machen wir erst mal einen Sprung über den Atlantik. Auf den 8.11.2021 hatten sich alle Liebhaber der Vereinigten Staaten gefreut. Vollständig Geimpfte saßen auf ihren längst gepackten Koffern für die quarantänelose Einreise. Und dann kam Omikron. Und aus unbegrenzten Möglichkeiten wurden wieder begrenzte. Schon jetzt gilt fürs Reisen - ja, auch für Geimpfte! - wieder eine Testpflicht. Sogar die Quarantäne tritt trotz Impfung abermals in Kraft. Präsident Biden hat ein entsprechendes Dekret mit Gültigkeit ab 26.1.2022 erlassen.

    Omikron ist schon eingereist

    Gut, sagt sich der genervte Reiseplaner - für die kleine Winter-Auszeit genügt ja auch ein Abstecher in die Nachbarländer. Zum Beispiel für den Wintersport. Aber das ist wie in der Geschichte vom Hasen und Igel. Der Hase beeilt sich, aber der Igel - alias Omikron - ist immer schon da! Die neue Virusvariante boomt trotz aller hygienischen und medizinischen Maßnahmen europaweit. Und die Wissenschaft vermag ihr Krankheitspotenzial noch nicht einzuschätzen. Weil aber Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, stellt EU-Ratschef Charles Michel weitere Einschränkungen für den Alltag und fürs Reisen in Aussicht. Zwar sollen die EU-Grenzen offen bleiben, damit die Dienstleistungsfreiheit und der Gütertransport auf dem europäischen Binnenmarkt gewährleistet bleiben. Auch von "undifferenzierten Reisesperren" hat sich Michel in einer Videokonferenz der Regierungschefs distanziert. Dennoch gibt es und wird es weitere Einschränkungen für die roten und geplanten dunkelroten Zonen geben. Die Frage ist dann, ob das eigene Lieblings-Skigebiet dazugehört.

    Testpflicht, Lockdown, Virusvariante

    Österreich möchte kein zweites Bad Ischgl erleben. Darum lässt der Alpenstaat nur noch Geimpfte ins Land: Mit PCR-Test für alle, die keinen Booster haben; ohne Test für alle dreifach Geimpften. Frankreich und die Niederlande öffnen ihre Grenzen für Reisen von vollständig Geimpften mit negativem PCR-Test. Wer unter diesen Bedingungen einen Abstecher in den Benelux-Staat wagt, muss sich allerdings auf den seit Sonntag, 19.12.21, geltenden Lockdown einstellen: Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Friseure sowie ein Großteil der Geschäfte befinden sich in der Zwangsschließung. Über eine Reise nach Großbritannien muss hingegen niemand mehr nachdenken. Denn der Inselstaat gilt seit dem 20.12.21 als Virusvarianten-Gebiet. Und daraus folgert eine zweiwöchige Quarantänepflicht auch für geimpfte und genesene Reisende.

    Schweizer Freiheit?

    Ein bisschen Hoffnung leuchtet noch aus der Schweiz. Obgleich die 7-Tage-Inzidenz kurz vor Weihnachten bei knapp 700 liegt, heben die Eidgenossen Barrieren fürs Reisen auf. Ab 20.12.21 müssen vollständig Geimpfte oder Genesene keinen PCR-Test vorzeigen. Ein maximal 24 Stunden alter Antigen-Schnelltest genügt. Auch die Pflicht zur Zweittestung im Lande entfällt für 2G.

    Und welche Konsequenzen hat das jetzt?

    Fast jeder fünfte Deutsche möchte in den Weihnachtstagen reisen. Das klingt nach anständiger Reiselust. Aber 13 Prozent Reisewillige gehen innerlandes auf Festtags-Besuchstour. Bleiben schmale 6 Prozent richtige Urlauber. Das Gesundheitsministerium atmet auf, die Reisebranche nicht. Auch in den kommenden Omikron-Wintermonaten wird das Fernweh wohl Theorie bleiben.

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